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Nebenwirkungen von Retinol

08.04.2024 von Kiehl’s
Retinol ist eine Untergruppe von Vitamin A. Bei Vitaminen handelt es sich um Nährstoffe, die der Körper nicht selbst synthetisieren kann, die jedoch wichtig für zahlreiche Stoffwechselprozesse sind. Retinol hat sich in den letzten Jahren vom dermatologischen Geheimtipp zum beliebten Hautpflegewunder etabliert und verspricht einen glatteren, strahlenden Teint schon nach kurzer Anwendungszeit. Doch kann Retinol auch Nebenwirkungen hervorrufen? Wir von Kiehl's verraten Dir, alles, was Du zum Thema Retinol Nebenwirkungen wissen solltest.

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1. Hat Retinol Nebenwirkungen?

Tatsächlich sind Nebenwirkungen grundsätzlich bei jedem Präparat oder Kosmetikum und entsprechend auch bei Retinol möglich. Allerdings sind Nebenwirkungen bei manchen Substanzen häufiger und schwerwiegender als bei anderen.

Wenn Du Retino anwendest, kann das unter Umständen zu folgenden Nebenwirkungen führen:

  1. Unerwünschte lokale Reaktionen
  2. Schmerzhafte Hautveränderungen
  3. Allergische Episoden
  4. Retinol-Brand

Wird Retinol als Hautpflege-Produkt angewendet, kann es in erster Linie zu unerwünschten lokalen Reaktionen kommen. Dazu gehören vor allem Hautveränderungen und auch allergische Episoden. Außerdem kann es zum sogenannten „Retinol-Brand“ kommen. Dabei handelt es sich um eine Hauterscheinung, die sich durch besonders trockene Stellen und teils schmerzhafte Irritation bemerkbar macht.

Um Nebenwirkungen zu vermeiden, solltest Du bei der Anwendung von Retinol, wie auch bei anderen neuen Kosmetika, auf ein paar Anzeichen achten. Grundsätzlich sind aber auch bei Retinol Nebenwirkungen eine eher seltene Erscheinung, sodass die Benefits des Power-Wirkstoffs in der Regel deutlich überwiegen.

Vier Steps für eine sichere Retinol-Routine


  • Reinigung: Um Deine Haut nicht unnötig zu strapazieren, solltest Du bei der Reinigung auf einen milden Gesichtsreiniger wie den Kiehl‘s Ultra Facial Cleanser zurückgreifen. So wird Deine Hautbarriere nicht angegriffen und Nebenwirkungen durch Retinol vorgebeugt.
  • Toner: Nutze als nächstes einen feuchtigkeitsspendenden Toner, um der Haut schon vor der Anwendung von Retinol Feuchtigkeit zuzuführen und trockenen Hautstellen vorzubeugen. Der Kiehl‘s Ultra Facial Toner enthält beispielsweise Squalan und Avocadoöl, um die Haut zu nähren. Wichtig: Achte darauf, dass der Toner vollständig eingezogen und die Haut trocken ist, bevor Du als nächsten Schritt Dein Retinol-Serum aufträgst, sonst riskierst du Hautreizungen.
  • Retinol-Serum: Trage nun Dein Retinol-Serum auf die trockene Haut auf. Achte darauf, nicht zu viel Serum zu verwenden, und gerade zu Beginn ein Serum mit niedriger Wirkstoffkonzentration zu wählen. Das Kiehl‘s Skin-Renewing Daily Micro-Dose Serum enthält eine speziell auf empfindliche Haut und für Retinol-Anfänger geeignete Mischung aus Retinol, Ceramiden und Peptiden, um das Risiko für Irritationen zu minimieren.
  • Feuchtigkeitspflege: Abschließend versorgst Du Deine Haut mit ausreichender Feuchtigkeit, um wiederum trockenen Haustellen vorzubeugen und die Hautbarriere zu stärken. Verwende nachts eine besonders reichhaltige Creme, wie die Midnight Recovery Omega Right Cloud Cream, und tagsüber eine feuchtigkeitsspendende Creme mit Lichtschutzfaktor. Wir empfehlen die bewährte Ultra Facial Cream SPF 30.

2. Wie äußern sich Nebenwirkungen von Retinol?

Nebenwirkungen von Retinol können sowohl bei der ersten Anwendung als auch nach längerer Nutzungsdauer auftreten. Da Retinol direkt auf die Haut aufgetragen wird, zeigen sich die allermeisten Nebenwirkungen, falls überhaupt welche auftreten, auch auf der behandelten Hautpartie. Dabei handelt es sich in der Regel um das Gesicht.
Allergien können sich allerdings auch auf andere Hautpartien ausbreiten. Sowohl die klassischen Unverträglichkeitszeichen wie Rötungen, Brennen und Juckreiz können auftreten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen, die auftreten können, gehören der Retinol-Brand sowie klassische Allergien.
Tatsächlich war Retinol aufgrund seiner hohen Wirksamkeit lange Zeit nur in dermatologischen Praxen zugänglich und gehört zu den sogenannten „Aktiva“, die einen besonders intensiven Effekt auf die Haut haben.

Retinol-Brand – darauf solltest Du achten

Retinol erhöht den Zellumsatz. Das bedeutet, dass sich Zellen schneller regenerieren können. Abgestorbene und beschädigte Zellen werden schneller verwertet, sodass sich neue, frische Zelle rascher bilden können. Bei übermäßiger Retinol-Anwendung kann es aufgrund dieses hohen Zellumsatzes zum sogenannten Retinol-Brand kommen. Dieser macht sich vor allem durch folgende Symptome bemerkbar:

  • Trockene Haut
  • Schmerzhafte Irritation
  • Rötungen oder andere Farbveränderungen
  • Hautschuppungen

Retinol-Brand kann entstehen, wenn die neuen, frischen Zellen an die Hautoberfläche kommen, wobei sie noch zu sensibel sind und daher intensiv auf schädigende Außeneinflüsse reagieren. Retinol-Brand tritt am ehesten innerhalb von 24 Stunden nach der ersten Retinol Anwendung auf, kann sich aber auch nach übermäßiger Anwendung zeigen. Retinol-Brand kann bis zu eine Woche anhalten und tritt vor allem bei besonders sensibler und empfindlicher Haut auf.

Retinol Brand – Was hilft?

Wenn bei der Anwendung von Retinol die Haut einen sogenannten Retinol-Brand aufweist, ist es wichtig Retinol erstmal nicht weiter zu nutzen, damit sich die Haut von der Reizung erholen kann. Stattdessen solltest Du auf sehr milde Hautpflege-Produkte zurückzugreifen, um die Hautschutzbarriere mit der Zeit wieder zu stärken.

Retinol-Allergie – sofort oder auch nach längerer Nutzung

Eine allergische Reaktion tritt auf, wenn das Immunsystem auf eigentlich ungefährliche Reize überreagiert. Dabei gilt es, zwischen Kurzreaktion und Langreaktionen zu unterscheiden.

  • Kurzreaktionen treten unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auf – meist innerhalb von ein paar Minuten.
  • Langreaktionen treten können hingegen auch einige Wochen nach dem Auftragen erst auftreten. Bei Langreaktionen kann es daher schwerer sein, herauszufinden, was die Reaktion tatsächlich ausgelöst hat.

Solltest Du nach dem Auftragen eines Retinol-Produkts unangenehme Hautveränderungen feststellen, könnte das auf eine Allergie hinweisen. Dazu gehören:

  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Rötungen
  • Schmerzhafte Hautveränderungen

Falls Du nach der Anwendung von Retinol unerwünschte oder unangenehme Nebenwirkungen auf der Haut feststellst, solltest Du die Anwendung sofort unterbrechen und mit einem Arzt oder einer Ärztin Rücksprache halten, bevor Du Deine Hautpflegeroutine wieder aufnimmst.

Retinol-Erstverschlimmerung

Kiehls Retinol-Produkte

Obwohl Retinol positive Effekte auf die Haut haben kann, führt es oft zu einer sogenannten Erstverschlimmerung, bevor sich Verbesserungen zeigen. Das ist keine Nebenwirkung, sondern eine Eingewöhnungsphase.

  • Was passiert bei einer Erstverschlimmerung?
    Retinol beschleunigt die Zellerneuerung und -regeneration. Dadurch können Pickel und Unreinheiten, die sich bereits unter der Haut gebildet haben, schneller an die Oberfläche gelangen. Dies erweckt den Anschein, Retinol verursache die Hautprobleme, obwohl es tatsächlich hilft, diese schneller zu beseitigen.
  • Wie lange dauert die Erstverschlimmerung?
    Die Erstverschlimmerung klingt in der Regel nach einigen Tagen oder Wochen bei regelmäßiger Anwendung ab. Danach entfaltet Retinol seine volle Wirkung und sorgt für die gewünschten Ergebnisse.

3. Wechselwirkungen von Retinol mit anderen Wirkstoffen

Retinol in Kombination kann Wechselwirkungenhaben, besonders mit starken Inhaltsstoffen, die oft in Peelings und Aknemitteln vorkommen. Die Kombination kann die Haut so unnötig reizen.

  • Vorsicht bei der Kombination: Verwende Retinol nicht gleichzeitig mit Produkten, die Salicylsäure oder Glykolsäure enthalten.
  • Sonnenschutz ist Pflicht: Retinol erhöht die Sonnenempfindlichkeit. Verwende tagsüber unbedingt Sonnenschutz, idealerweise mit LSF 30 oder höher, wie die Ultra Facial Cream SPF 30.
  • Bei empfindlicher Haut: Sprich mit einem Dermatologen, bevor du Retinol in deine Hautpflege-Routine integrierst.

4. Welche Produkte können mit Retinol verwendet werden?

Generell ist es möglich Retinol in Kombination mit anderen Wirkstoffen zu kombinieren. Besonders gut, für die Kombination mit Retinol sind folgende Wirkstoffe geeignet:

  • Vitamin E
  • Niacinamide
  • Hyaluronsäure
  • Peptide
  • Feuchtigkeitsspendende Cremes
  • Sonnenschutz

Wie jeder Wirkstoff kann auch Retinol zu Nebenwirkungen führen. Daher solltest Du langsam mit der Verwendung von Retinol einsteigen und beobachten, wie Deine Haut auf Retinol reagiert.

Perfekt für eine sichere Retinol-Routine

5. Wann darf man Retinol nicht verwenden?

Retinol ist nicht für jede Situation oder jeden Hauttyp perfekt geeignet. Bei sehr sonnenempfindlicher oder sehr dünner Haut, sollte die Verwendung von Retinol beispielsweise eher vermieden werden, da es die Haut für UV-Strahlen und für freie Radikale angreifbarer macht.

So findest du das richtige Retinol für dich

Dürfen Schwangere Retinol verwenden?

Während der Schwangerschaft sind viele Lebensmittel und Medikamente tabu. Doch gilt das auch für Kosmetika und Hautpflegemittel? Tatsächlich sollten Schwangere keine Retinol-Produkte, wie Salben, Lotionen oder Seren verwenden. Auch Nahrungsergänzungsmittel, die Retinol enthalten, sollten während der Schwangerschaft gemieden werden. Retinol führt zu einem erhöhten Zellumsatz, was zwar die Regeneration von Hautzellen fördert, während der Schwangerschaft jedoch beim Embryo zu Fehlbildungen führen kann. Das Riskio hierfür ist jedoch äußerst gering. Dennoch empfiehlt es sich, auf Nummer Sicher zu gehen und die Anwendung von Retinol während der Schwangerschaft und Stillzeit zu unterbrechen.

Dürfen Schwangere Retinol verwenden?

Retinol, das auf die Haut aufgetragen wird, gelangt anschließend über die tieferen Hautschichten in die Blutbahn und wird über die Lymphe nach und nach abgebaut. Allerdings kann es über die Blutbahn auch in die Nabelschnur und so in die Blutbahn des Fötus geraten.
Damit das nicht geschieht, sollten Frauen, die eine Schwangerschaft planen, idealerweise acht Wochen vor dem geplanten Eintritt der Schwangerschaft kein Retinol mehr verwenden. Wenn die Schwangerschaft ungeplant eingetreten ist, sollte das Retinol sofort abgesetzt und die vorherige Nutzung bei der gynäkologischen Kontrolluntersuchung angesprochen werden.

Retinol nach der Schwangerschaft

Auch über die Muttermilch werden zahlreiche Vitamine, Nährstoffe und Co. auf das Baby übertragen. Entsprechen sollten stillende Mütter Retinol während der Stillzeit ebenfalls meiden. Kommt die Stillzeit dem Ende zu, kannst Du Deine Hautpflege-Routine wie gewohnt fortsetzen und auch Retinol wieder verwenden. Allerdings solltest Du dabei bedenken, dass sich Deine Haut wieder an den Wirkstoff gewöhnen muss und entsprechend lieber auf ein Serum oder eine Lotion mit niedrigerer Retinol-Konzentrationen zurückgreifen.


6. Für welchen Hauttyp ist Retinol nicht geeignet?

Mann tragt Retinol-Serum auf

Wenn Du keine bekannten Wenn Du zu allergischer und empfindlicher Haut neigst, ist die Verwendung von Retinol mit einem stärkeren Risiko verbunden, unerwünschte Nebenwirkungen auszulösen. Auch hier macht es Sinn vorerst Produkte mit einer sehr niedrigen Wirkstoffkonzentration an der Haut zu testen. Zusätzlich zum Retinol sollte dann auch eine Hautpflege für empfindliche Haut verwendet werden.

7. Wann ist Retinol unbedenklich?

Kiehls Retinol-Produkte

Auf die Frage, ab wann Retinol verwendet werden kann ist die Antwort: Wenn Du keine bekannten Allergien, Unverträglichkeiten oder allzu empfindliche Haut hast, ist die Anwendung von Retinol eher unbedenklich und kann viele Benefits für Deine Haut bringen.
In der Hautpflege gibt es verschiedene Retinol-Konzentrationen. Für die ersten Anwendungen empfiehlt sich eine niedrigere Wirkstoffkonzentration, die Du bei guter Verträglichkeit langsam steigern kannst. Wie viel Retinol Deine Haut maximal benötigt, hängt von mehreren Faktoren wie Deinem Hauttyp, Deinen Bedürfnissen und Deinen Zielen ab.

  • Wenn sich nach den ersten Wochen der Anwendung keine unerwünschten Retinol Nebenwirkungen zeigen, kannst Du die Anwendung von Retinol statt einmal wöchentlich, auch zweimal und anschließend auf Wunsch auch öfter auftragen.
  • Hierfür eignen sich die Retinol-Produkte von Kiehl's besonders gut, da sie besonders hautverträglich sind: Starte beispielsweise mit unserem Retinol Skin-Renewing Daily Micro-Dose Serum oder für die Nacht mit unserem Retinol Fast Release Wrinkle-Reducing Night Serum mit einer ebenso milden Formulierung einer niedrigen Konzentration von 0,3 % Retinol.
  • Wie jeder Wirkstoff kann auch Retinol zu einigen potenziellen Nebenwirkungen führen. Wir empfehlen Dir deshalb, die Verwendung von Retinol langsam zu steigern und bei auftretenden Nebenwirkungen die Anwendung zu reduzieren oder vorübergehend zu pausieren.

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