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Kann Retinol Nebenwirkungen hervorrufen?

Geupdated am 12.12.2023 von Kiehl’s
Retinol ist eine Untergruppe des Vitamin A. Bei Vitaminen handelt es sich um Nährstoffe, die der Körper nicht selbst synthetisieren kann, die jedoch wichtig für zahlreiche Stoffwechselprozesse sind. Retinol hat sich in den letzten Jahren vom dermatologischen Geheimtipp zum beliebten Hautpflegewunder etabliert und verspricht einen glatteren, strahlenden Teint schon nach kurzer Anwendungszeit. Doch kann Retinol auch Nebenwirkungen hervorrufen?

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Anwendung und Benefits von Retinol

Retinol wird üblicherweise als Serum nach der Hautreinigung und vor dem Auftragen der Feuchtigkeitspflege mit den Fingerspitzen einmassiert. Es ist in verschiedenen Konzentrationsstufen erhältlich und soll die Spannkraft der Haut verbessern, Poren kleiner erscheinen lassen und die natürliche Produktion von Kollagen stimulieren. Kollagen gehört zu den wichtigsten Faktoren einer straffen Haut, sodass Retinol auch zum Glätten feiner Fältchen beitragen kann.

  • Schnellere Regeneration
  • Glatteres Hautbild
  • Feinere Poren
  • Rosiger Teint

Die Verwendung von Retinol in der Hautpflege

Der Feuchtigkeitshaushalt Deiner Haut spielt eine wichtige Rolle in der Regenerationsfähigkeit, aber auch beim Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. Retinol hilft dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern und fördert somit ebenfalls einen strahlenden Teint. Wie oft Du Retinol auftragen solltest und welche Konzentrationsstufe die richtige Wahl ist, hängt in erster Linie von Deinem Hauttyp ab. Mit den ersten Ergebnissen kannst Du etwa acht bis zwölf Wochen nach Beginn der Hautpflegeroutine rechnen.

Damit Deine Haut stets mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird, sind eine reichhaltige Tages- und Nachtcreme unerlässlich. Kiehl's Super Multi-Corrective Cream lässt die Haut straffer und strahlender aussehen, während die Midnight Recovery Omega-Rich Cloud Cream Deine Haut nachts mit wichtigen Nährstoffen versorgt und so einen sichtbar pralleren Teint am Morgen verspricht.

Können Nebenwirkungen bei der Nutzung von Retinol auftreten?

Retinol wird mit einer Pipette in Reagenzglaser gefullt

Tatsächlich sind Nebenwirkungen grundsätzlich bei jedem Präparat oder Kosmetikum und entsprechend auch bei Retinol möglich. Allerdings sind Nebenwirkungen bei manchen Substanzen häufiger und schwerwiegender als bei anderen. Wird Retinol als Hautpflegeprodukt angewendet, kann es in erster Linie zu unerwünschten lokalen Reaktionen kommen. Dazu gehören vor allem Hautveränderungen und auch allergische Episoden. Außerdem kann es zum sogenannten „Retinol-Brand“ kommen. Dabei handelt es sich um eine Hauterscheinung, die sich durch besonders trockene Stellen und teils schmerzhafte Irritation bemerkbar macht. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, solltest Du bei der Anwendung von Retinol, wie auch bei anderen neuen Kosmetika, auf ein paar Anzeichen achten. Grundsätzlich sind aber auch bei Retinol Nebenwirkungen eine eher seltene Erscheinung, sodass die Benefits in der Regel deutlich überwiegen.

Wie äußern sich die Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen können sowohl bei der ersten Anwendung als auch nach längerer Nutzungsdauer auftreten. Da Retinol direkt auf die Haut aufgetragen wird, zeigen sich die allermeisten Nebenwirkungen, falls überhaupt welche auftreten, auch auf der behandelten Hautpartie. Dabei handelt es sich in der Regel um das Gesicht. Allerdings können gerade Allergien sich auch auf andere Hautpartien ausbreiten. Sowohl die klassischen Unverträglichkeitszeichen wie Rötungen und Brennen, als auch Juckreiz können auftreten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen, die auftreten können, gehören der Retinol-Brand sowie klassische Allergien. Tatsächlich war Retinol aufgrund seiner hohen Wirksamkeit lange Zeit nur in dermatologischen Praxen zugänglich und gehört zu den sogenannten „Aktiva“, die einen besonders intensiven Effekt auf die Haut haben.

Retinol-Brand – darauf musst Du achten

Retinol erhöht den Zellumsatz. Das bedeutet, dass sich Zellen schneller regenerieren können. Abgestorbene und beschädigte Zellen werden schneller verwertet, sodass sich neue, frische Zelle rascher bilden können. Bei übermäßiger Retinol-Anwendung kann es aufgrund dieses hohen Zellumsatzes zum sogenannten Retinol-Brand kommen. Dieser macht sich vor allem durch folgende Symptome bemerkbar:

  • Trockene Haut
  • Schmerzhafte Irritation
  • Rötungen oder andere Farbveränderungen
  • Hautschuppungen

Retinol-Brand kann entstehen, wenn die neuen, frischen Zellen an die Hautoberfläche kommen, wobei sie noch zu sensibel sind und daher intensiv auf schädigende Außeneinflüsse reagieren. Retinol-Brand tritt am ehesten innerhalb von 24 Stunden nach der ersten Anwendung auf, kann sich aber auch nach übermäßiger Anwendung zeigen. Retinol-Brand kann bis zu eine Woche anhalten und tritt vor allem bei besonders sensibler Haut auf.

Retinol-Allergie – sofort oder auch nach längerer Nutzung

Eine allergische Reaktion tritt auf, wenn das Immunsystem auf eigentlich ungefährliche Reize überreagiert. Dabei gilt es, zwischen Schnellreaktionen und Langreaktionen zu unterscheiden. Kurzreaktionen treten unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auf – meist innerhalb von ein paar Minuten. Langreaktionen treten hingegen auch bis zu Wochen nach dem Auftragen auf. Bei Langreaktionen kann es daher etwas schwerer sein, herauszufinden, was die Reaktion tatsächlich ausgelöst hat. Solltest Du nach dem Auftragen eines Retinol-Serums unangenehme Hautveränderungen feststellen, könnte das auf eine Allergie hinweisen. Dazu gehören:

  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Rötungen
  • Schmerzhafte Hautveränderungen

Falls Du nach der Anwendung von Retinol unerwünschte oder unangenehme Symptome feststellst, solltest Du die Anwendung sofort unterbrechen und mit einem Arzt oder einer Ärztin Rücksprache halten, bevor Du Deine Hautpflegeroutine wieder aufnimmst.

Dürfen Schwangere Retinol verwenden?

Während der Schwangerschaft sind viele Lebensmittel und Medikamente tabu. Doch gilt das auch für Kosmetika und Hautpflegemittel? Tatsächlich sollten Schwangere keine Salben, Lotionen oder Seren verwenden, die Retinol enthalten. Auch Nahrungsergänzungsmittel, die Retinol enthalten, sollten während der Schwangerschaft gemieden werden. Retinol führt zu einem erhöhten Zellumsatz, was zwar die Regeneration von Hautzellen fördert, während der Schwangerschaft jedoch beim Embryo zu Fehlbildungen führen kann. Eine gynäkologische Studie von 2015 konnte allerdings nachweisen, dass das Risiko hierfür äußerst gering ist. Dennoch empfiehlt es sich, auf Nummer Sicher zu gehen und die Anwendung von Retinol während der Schwangerschaft und Stillzeit zu unterbrechen.

Retinol rechtzeitig absetzen

Retinol, das auf die Haut aufgetragen wird, gelangt anschließend über die tieferen Hautschichten in die Blutbahn und wird über die Lymphe nach und nach abgebaut. Allerdings kann es über die Blutbahn auch in die Nabelschnur und so in die Blutbahn des Fötus geraten. Damit das nicht geschieht, sollten Frauen, die eine Schwangerschaft planen, idealerweise acht Wochen vor dem geplanten Eintritt der Schwangerschaft kein Retinol mehr auf die Haut auftragen oder als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Wenn die Schwangerschaft ungeplant eingetreten ist, sollte das Retinol sofort abgesetzt und die vorherige Nutzung bei der Kontrolluntersuchung mit Deinem Gynäkologen angesprochen werden.

Retinol nach Schwangerschaft

Auch über die Muttermilch werden zahlreiche Vitamine, Nährstoffe und Co. auf das Baby übertragen. Entsprechen sollten stillende Mütter Retinol während der Stillzeit ebenfalls meiden. Kommt die Stillzeit dem Ende zu, kannst Du Deine Hautpflegeroutine wie gewohnt fortsetzen und auch Retinol wieder verwenden. Allerdings solltest Du dabei bedenken, dass sich Deine Haut wieder an den Wirkstoff gewöhnen muss und entsprechend lieber auf ein Serum oder eine Lotion mit niedrigerer Retinol-Konzentration zurückgreifen.

Wechselwirkungen von Retinol mit anderen Wirkstoffen

Zu einer rundum gelungenen Hautpflegeroutine gehört für viele auch die Anwendung von Hautpeelings, Gesichtsmasken und anderen Kosmetika. Wichtig ist, beim Auftragen von Retinol stets zu bedenken, dass der Wirkstoff auch Wechselwirkungen mit anderen Hautpflegeprodukten haben kann. Zu den wichtigsten Substanzen, auf die Du achten solltest, gehören Salicylsäure und Glykolsäure. Beide sind vor allem in chemischen Peelings zu finden sowie bei Hautpflegeprodukten, die Akne lindern sollen. Wenn Du einen sensiblen Hauttyp und Fragen zu etwaigen Wechselwirkungen hast, empfiehlt es sich, mit einem Dermatologen oder einer Dermatologin Rücksprache zu halten. Damit Deine Haut während der Anwendung gut geschützt ist, bietet die bewährte Kiehl's Ultra Facial Cream langanhaltende Feuchtigkeit sowie einen Lichtschutzfaktor von 30.

Wann ist Retinol unbedenklich?

Mann tragt Retinol-Serum auf

Wenn Du keine bekannten Allergien, Unverträglichkeiten oder allzu sensible Haut hast, kann die Anwendung von Retinol viele Benefits für Deine Haut bringen. Dabei solltest Du Dich stets langsam an die höhere Konzentration herantasten. Grundsätzlich hast Du die Wahl zwischen einem Serum und einer Feuchtigkeitscreme, die mit Retinol angereichert ist. Meist hat das Serum eine höhere Wirkstoffkonzentration – allerdings kannst Du auch eine kleinere Menge des Produkts auftragen. Wenn sich nach den ersten Wochen der Anwendung keine unerwünschten Reaktionen zeigen, kannst Du Dein Retinol-Serum statt einmal wöchentlich, auch zweimal und anschließend auf Wunsch auch öfter auftragen. Pflegemittel mit Retinol sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich. Für die ersten Anwendungen empfiehlt sich eine niedrigere Wirkstoffkonzentration:

  • 0,05 %
  • 0,1 %
  • 0,2 %
  • 0,5 %
  • 0,8 %

Kiehl's Retinol Skin-Renewing Daily Micro-Dose Serum kannst Du dank seiner besonders hautverträglichen Formel täglich anwenden. Das Serum ist auch für sensible Haut geeignet und die richtige Wahl für alle, die erstmalig Retinol verwenden.

Retinol korrekt anwenden

Da Retinol die Regenerationsfähigkeit der Haut verbessert, gelangen neue, frische und entsprechend auch sensible Hautzellen an die Oberfläche. Diese reagieren besonders empfindlich auf UV-Strahlen, sodass Du bei der Anwendung von Retinol stets einen effizienten Sonnenschutz auftragen solltest. Bei Kiehl‘s findest Du eine große Auswahl an pflegenden UV-Filtern für das Gesicht – so wie die Kiehl's Ultra Light Daily UV Defense SPF 50 Lotion mit Anti-Aging-Effekt.

Solltest Du Dir nicht sicher sein, welche Pflege Deine Haut benötigt, dann schaue gerne bei unserem Skin Reader vorbei, der unkompliziert und schnell Deine Haut analysiert und daraufhin Deine optimale Pflegeroutine erstellt.

Kiehls Must Haves

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