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Hormonelle Pickel: Das hilft gegen zyklusbedingte Hautunreinheiten

Nach der Pubertät ist es mit Pickeln und Akne endlich vorbei? Leider nicht immer. Viele Frauen und einige Männer leiden auch als Erwachsene noch unter hormonellen Pickeln. Zum Glück gibt es aber viele effektive Behandlungsmöglichkeiten.


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Mann verletzt sich beim rasieren

Was sind hormonelle Pickel?

Hormonelle Pickel hatte fast jeder schon einmal in seinem Leben: Schließlich sind 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen in der Pubertät von Akne betroffen. Die sogenannte Akne vulgaris entsteht durch die hormonellen Veränderungen und Dysbalancen in dieser aufregenden Zeit. Allerdings sind z.B. etwa die Hälfte der Frauen1 auch noch als Erwachsene betroffen.

Im Alltag erkennst Du hormonelle Pickel daran, dass sie vor allem in der T-Zone von Stirn, Nase und Kinn auftreten. Dabei ist die Kinnpartie häufig besonders betroffen. Hormonelle Hautunreinheiten machen sich häufig auch auf dem Rücken und den Oberarmen bemerkbar.

Ein weiteres Merkmal hormoneller Hautunreinheiten ist, dass es sich bei ihnen nicht nur um klassische Pickel und Mitesser handelt. Durch ein hormonelles Ungleichgewicht im Körper entstehen auch besonders hartnäckige Entzündungen tief in der Haut. Anders als normale Pickel lassen sie sich nicht einfach ausdrücken. Stattdessen bleibt Dir bei ihnen nichts anderes übrig als abzuwarten, bis sie sich von selbst wieder zurückbilden.

Diese Hormone beeinflussen Deine Haut

Wenn es um Geschlechtshormone geht, die Deine Haut beeinflussen, gibt es vor allem drei Kandidaten, die einen entscheidenden Einfluss auf Dein Hautbild haben:

  1. Östrogen: Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen ist gut für die Haut. Es verringert die Produktion von Talg und reduziert so verstopfte Poren und Mitesser. Du produzierst es vor allem in der ersten Zyklushälfte. Aber auch in der Antibabypille und in anderen hormonellen Verhütungsmitteln ist Östrogen enthalten. Außerdem kann das Hormon für eine Besserung Deines Hautbilds in der Schwangerschaft sorgen – den sogenannten Schwangerschafts-Glow.

  2. Progesteron: Das weibliche Geschlechtshormon Progesteron kurbelt die Produktion von Talg in der Haut an. Es dominiert vor allem in der zweiten Zyklushälfte und ist daher für Hautunreinheiten kurz vor der Periode verantwortlich.

  3. Testosteron: Das männliche Geschlechtshormon Testosteron regt ebenfalls die Talgproduktion an. Es sorgt vor allem bei jungen Männern in der Pubertät für hormonelle Pickel. Mit der Zeit pendelt sich die Hormonproduktion aber ein.

Wie und warum entstehen hormonelle Pickel?

Hormonelle Pickel kommen nicht ausschließlich in der Pubertät vor. Vor allem Frauen können auch später im Leben noch von hormonell bedingten Hautunreinheiten betroffen sein. Hautärzte sprechen in diesem Zusammenhang häufig von einer Akne tarda – einer späten Akne. Insgesamt tauchen hormonelle Pickel vor allem in folgenden Lebensphasen und -situationen auf:

  • Pubertät: Sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen tut sich in der Pubertät so einiges in Sachen Hormone: Beide schütten vermehrt männliche Geschlechtshormone, die sogenannten Androgene aus. Diese sorgen für eine vermehrte Talgproduktion. Dadurch verstopfen die Poren schneller und es bilden sich häufiger Mitesser und Entzündungen.

  • Zweite Zyklushälfte: Während sich bei Männern die Androgene am Ende der Pubertät einpendeln, schwanken sie bei Frauen aufgrund des weiblichen Zyklus ihr Leben lang. Das macht Dich vor allem in der zweiten Zyklushälfte anfällig für hormonelle Pickel. Dann sinken die Östrogenlevel, während die Menge an Progesteron steigt. Dieses regt die Talgdrüsen an und sorgt dadurch für besonders viele hormonell bedingte Hautunreinheiten etwa sieben bis zehn Tage vor Deiner Monatsblutung.

  • Nach dem Absetzen der Pille: Die meisten hormonellen Verhütungsmittel enthalten reichlich künstliche weibliche Geschlechtshormone. Nach dem Absetzen muss der Körper erst einmal wieder seine eigene Balance finden. In dieser Zeit hast Du häufig einen niedrigen Östrogenspiegel, während die Androgene überhandnehmen. Deswegen sind hormonelle Pickel ein typisches Problem nach dem Absetzen der Pille.

  • Schwangerschaft: In der Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt grundlegend. Deswegen können vor allem im ersten Trimester hormonelle Pickel auftauchen. Auch im letzten Trimester, kurz vor der Geburt, sowie in der Stillzeit können die hormonellen Veränderungen für vermehrte Hautunreinheiten sorgen.

  • Wechseljahre: Die letzte große Hormonveränderung im Leben einer Frau sind die Wechseljahre – und auch dann bleibst Du unter Umständen nicht vor hormonbedingten Pickeln verschont. Dadurch, dass die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone im Alter stetig abnimmt, wirst Du anfälliger für hormonelle Pickel.

Was kann ich gegen hormonell bedingte Pickel tun?

Zum Glück musst Du Dich nicht einfach mit hormonellen Pickeln abfinden, sondern kannst eine Menge gegen sie tun. Einerseits gibt es Möglichkeiten, um Deinem Körper das Erreichen der richtigen hormonellen Balance zu erleichtern. Andererseits kannst Du mit der richtigen Gesichts- und Hautpflege hormonelle Pickel und Hautunreinheiten verhindern oder zumindest abmildern.

Welche Hautpflege eignet sich bei hormonellen Pickeln?

Mit Hautpflegeprodukten kannst Du zwar nicht die Ursache, aber sehr wohl die Entstehung und Ausprägung hormoneller Pickel beeinflussen. Denn indem Du regelmäßig abgestorbene Hautzellen und überschüssigen Talg entfernst, beugst Du verstopften Poren und daraus resultierenden Entzündungen wirksam vor. Halte Dich deswegen bei hormonellen Pickeln in etwa an folgende Pflegeroutine:

1. Reinigung: Eine gründliche Reinigung ist das Wichtigste bei unreiner Haut und hormonellen Pickeln: Mit einem guten Cleanser befreist Du Deine Haut wirksam von überschüssigem Fett, Bakterien und Make-up-Resten, die die Poren verstopfen könnten. Besonders effektiv sind Reiniger mit Salicylsäure, wie das Blue Herbal Blemish Cleanser Treatment. Der Wirkstoff weicht Hautreste und Talg auf und hilft dabei, verstopfte Poren wieder zu öffnen. Besonders umweltfreundlich und nachhaltig sind feste Cleansing Bars, wie unser Rare Earth Deep Pore Purifying Concentrated Cleansing Bar.

2. Peeling: Nach einem langen Tag haben sich auf Deiner Haut allerlei Schmutzpartikel angesammelt. Gerade wenn Du häufig Make-up trägst, reicht eine normale Reinigung nicht immer aus. Gönne Deiner Haut deswegen mehrmals die Woche ein Peeling, um verstopfte Poren effektiv zu befreien und Hautunreinheiten wirkungsvoll vorzubeugen.



3. Beruhigender Toner: Direkt nach dem Reinigen der Haut kannst Du einen Toner mit klärenden oder beruhigenden Wirkstoffen auftragen, um Deine Haut gegen Unreinheiten zu unterstützen. Am besten tupfst Du ihn mit einem sauberen Tuch sanft auf die Gesichtshaut auf. Als Pflege eignet sich hierfür besonders der Calendula Herbal Extract Alcohol-Free Toner.



4. Seren und Spot Treatment: Vor allem ab der Mitte Deines Zyklus kannst Du Deine Haut zusätzlich mit einem Serum, wie dem Blue Herbal Spot Treatment, oder einer Spot Treatment Creme, wie dem Breakout Control Targeted Blemish Spot Treatment unterstützen. Diese enthalten besonders hoch konzentrierte, antibakterielle und entzündungshemmende sowie hautberuhigende Inhaltsstoffe. Du kannst Dich bei der Anwendung auf die am stärksten von hormonellen Pickeln betroffenen Bereiche beschränken.



5. Nachhaltige Feuchtigkeitspflege: Viele Frauen mit hormonellen Pickeln haben Angst, dass Feuchtigkeitscremes die Hautunreinheiten weiter verstärken können. Wählst Du die richtigen Produkte, ist diese Sorge aber unbegründet: Mit der richtigen Feuchtigkeitspflege kannst Du sogar Hautunreinheiten und unschönem Glanz vorbeugen. Dafür eignet sich besonders unser Ultimate Oil Control Duo. Wichtig ist, dass Deine Gesichtscreme auf fettige und zu Unreinheiten neigende Haut zugeschnitten ist, wie die Ultra Facial Oil-Free Gel Cream. Dann versorgt sie Dich mit Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen und macht Deine Haut gesund und widerstandsfähig.



Hausmittel gegen hormonelle Pickel

Du hast bereits eine effektive Hautpflegeroutine, bekommst Deine hormonellen Pickel aber trotzdem nicht in den Griff? Dann kannst Du Dich einerseits an den Hautarzt Deines Vertrauens wenden oder zu bewährten Hausmitteln greifen:

  • Zink: Zink kann sowohl in Form von Zinksalbe als auch als Nahrungsergänzungsmittel gegen hormonelle Pickel helfen. Es unterstützt Dein Immunsystem und wirkt entzündungshemmend. Außerdem fördert es die natürliche Regenerationsfähigkeit Deiner Haut.

  • Mönchspfeffer: Mönchspfeffer ist eine Pflanze, die bereits seit hunderten von Jahren eingesetzt wird, um hormonelle Schwankungen bei Frauen zu lindern. Du musst das pflanzliche Mittel allerdings einige Zeit einnehmen, bevor sich erste Ergebnisse zeigen.

  • Ton- und Heilerde: Eine Gesichtsmaske mit Heilerde befreit Deine Gesichtshaut auf natürlichem Weg von überschüssigem Fett und Talg. Außerdem wirkt sie als natürliches Peeling und klärt dadurch verstopfte Poren. Denke aber daran, die Tonerde gründlich wieder abzuwaschen – sonst bewirkt sie womöglich das Gegenteil.

  • Honig: Honig enthält viele antibakterielle und damit entzündungshemmende Inhaltsstoffe. Trage ihn als Maske dünn auf Dein Gesicht und lasse ihn dort am besten etwa drei Stunden einwirken. Anschließend reinigst Du die Haut und versorgst sie mit Feuchtigkeit.

  • Phytoöstrogene: Einige Lebensmittel, vor allem Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte sowie Getreidekleie, enthalten Stoffe, die dem natürlichen Östrogen ähneln. Deswegen wirken sie auch im Körper ähnlich. Nimmst Du genug von diesen sogenannten Phytoöstrogenen auf, können sie Deine Talgproduktion vermindern und dadurch hormonellen Pickeln vorbeugen.

Hormonellen Pickeln effektiv vorbeugen

Hormonell bedingte Hautunreinheiten sehen nicht nur unschön aus. Sie tun auch oft richtig weh. Leidest Du regelmäßig unter hormonellen Pickeln, reicht Dir die bloße Behandlung der Symptome wahrscheinlich nicht. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, den Hautunreinheiten vorzubeugen oder sie sogar ganz loszuwerden:

  • Regelmäßige Hautpflege: Auch wenn es Dir schwerfällt, Dich morgens an eine feste Pflegeroutine für Deine Haut zu halten, ist diese doch ein effektives Mittel, um hormonellen Pickeln effektiv vorzubeugen. Hast Du erst einmal die richtigen Produkte gefunden, wirst Du das Ergebnis schon bald nicht mehr missen wollen.

  • Verzicht auf Kuhmilch: Kuhmilch und daraus hergestellte Milchprodukte fördern die Ausschüttung von Adrogenen2 . Dadurch verstärken sie hormonell bedingte Hautunreinheiten. Auch wenn Dir der Verzicht schwerfällt, kann er Deiner Haut doch guttun.

  • Kein Zucker: Essen, das viel Zucker enthält, lässt Deinen Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Um ihn schnell wieder zu regulieren, schüttet Dein Körper daraufhin Insulin aus. Dieses begünstigt aber auch die Produktion von Androgenen und damit die Entstehung von Hautunreinheiten. Auf Süßes zu verzichten kann also gegen hormonelle Pickel helfen.

  • Genug Entspannung: Stresshormone können hormonelle Pickel deutlich verschlimmern. Achte deswegen gut auf Dich und gönn Dir genug Zeit für Erholung. Nicht nur Deine Haut, sondern Dein gesamter Körper werden es Dir danken.

  • Die Pille: Dieses Mittel eignet sich zugegebenermaßen nicht für jeden. Falls Du aber sowieso ein zuverlässiges Verhütungsmittel suchst, kann die Pille die richtige Wahl sein. Da sie viel Östrogen enthält, geht die Einnahme meistens mit weniger Hautunreinheiten einher.

Du bist Dir nicht sicher welche Pflege optimal für Deinen Hauttyp ist? Dann schaue jetzt bei unserem Skin Reader, das unkomplizierte Hautanalyse-Tool vorbei und lass Dich zu Deiner individuellen Hautpflegeroutine beraten.



1 Branisteanu, D.E., et al. (2022). Adult female acne: Clinical and therapeutic particularities (Review). Experimental and Therapeutic Medicine, 23, 151. https://doi.org/10.3892/etm.2021.11074
2 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6115795/pdf/nutrients-10-01049.pdf

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